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DON'T FEED THE TROLL

Zum erfolgsversprechenden Konzept hinzukommen bei Gürlers Inszenierung weitere tragende Komponenten: mit Lee-Ann Aerni, Lou Haltinner und Sascha Bitterli drei authentische und unterschiedliche Spielerinnen, die mit sprachlicher Präzision und grosser Präsenz auftrumpfen, und eine zügige Textvorlage, die der Autor Lucien Haug und Hausdramaturg Uwe Heinrich aus Interviews erarbeitet haben. (...) In einer Inszenierung mit berauschendem Tempo und einer Sprache, die sich eindeutig an ein jugendliches Publikum richtet. Diese Kombination funktioniert: Bei so viel Unterhaltung im Klassenzimmer sehnt sich wohl manch eine Person im Publikum geradezu nostalgisch nach der Zeit auf der Schulbank zurück.

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Mit viel körperlichem Einsatz und dialogischem Witz fegen die Darstellerinnen (...) über die "Bühne", das heisst: auch über die Schulbänke und durchs Publikum. Was beim Zielpublikum in den Schulen gewiss bewirken wird, dass die bei solchen Themen manchmal verhaltene Stimmung sich lockern und eine offene Debatte ermöglichen wird.

BaZ

Hasskommentare im Internet waren der Impuls für die Inszenierung DON’T FEED THE TROLL. In zahlreichen Interviews mit Jugendlichen wurde der Frage nachgegangen, wie wir miteinander umgehen wollen – im Netz und im “richtigen Leben”. Wie hält man anderen Meinungen aus? Wann muss man streiten? Wieviel Frustrationstoleranz kann man aufbringen? Und; ist es nicht vielleicht doch besser, im Netz “herum zu trollen” als seine Fäuste zu gebrauchen?

Die Regisseurin Suna Gürler hat bereits sehr verschiedene Erfahrungen mit Inszenierungen fürs Klassenzimmer gemacht. Für DER 12. MANN IST EINE FRAU hat sie selber Interviews mit weiblichen Fussballfans geführt und dann vor unterschiedlichesn Klassen Vorstellungen gespielt. Bei UNTENRUM – einem Stück über weibliche Sexualität – führte sie Regie und für das neue Stück DON’T FEED THE TROLL entwickelte sie mit dem Autor Lucien Haug aus Interviews eine Spielvorlage.

Es werden drei junge Frauen ins Klassenzimmer stürmen und weil sich unter den Schüler*innen ein Troll befindet. Er hat Videos, die sie extra gepostet haben, um Reaktionen hervorzurufen, so kommentiert, dass sie ihm nun gern von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen wollen. Bevor es zu dieser Entlarvung kommt, geraten sie aber in Konflikte miteinander. Sie sind sehr verschieden. Nur ein Schulprojekt zum Thema MEDIENKOMPETENZ hat sie zusammen gebracht. Die Mischung aus Disputen untereinander und Statements an die Klasse endet nach 45 Minuten aprupt. Die Spielerinnen werden viele Fragen und – durch ihr Handeln in der vergangenen Stunde – einige Beispiele für Möglichkeiten der Auseinandersetzung hinterlassen. Die Zuschauer*innen können anhand ihrer Sympathien ihren eigenen “Streittyp” bestimmen und dann versuchen einige der Thesen des Stückes auf verschiedenste Weise durchzudiskutieren.

Regie: Suna Gürler

Kostüme: Ursula Leuenberger

Dramaturgie: Uwe Heinrich

Regieassistenz: Alina Immoos

Textmontage: Lucien Haug

SchauspielerInnen: Lee-Ann Aerni, Lou Haltinner, Sascha Bitterli

 

Fotos: Uwe Heinrich

Fotos: Uwe Heinrich