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Wohin du mich führst

nach einem Roman von David Grossman

junges theater basel

"(...) So natürlich wie ihr Spiel wirken auch die Dialoge in mehreren Dialekten. Als ob «Wohin du mich führst» von Anfang an ein Schweizerdeutsches Jugendstück wäre und kein israelischer Roman. Da hat der junge Basler Autor Lucien Haug aus der 440-seitigen Vorlage ein sehr stimmiges Stück verfasst. (...)" - bz Basel

"(...) Das hat Rasanz und ist trotzdem nicht verwirrlich: Von Baustein zu Baustein entwickelt sich die Geschichte samt ihren Umwegen und klärt sich schrittweise. Was immer Jugendliche beschäftigen mag und Grossmans Roman auch so rundum erfolgreich machte, kommt auch in dieser szenischen Verknappung zur Geltung. Die Lust auf Abenteuer, die Ungerechtigkeit der Welt, der Zwang der Anpassung (...) Gespielt wird auf Dialekt, in dem ein "Nundefahne!" problemlos neben "Scheisse!", "Fuck!" oder auch einem geradezu stilvollen "Allez!" steht. (...)" - Basler Zeitung

"Lass die Leine locker und der Hund führt dich zu seinem Besitzer." Mit diesem Satz endet die Langeweile Assafs während seines Ferienjobs. Denn kaum hat er den Auftrag übernommen, wird er auch schon in eine ihm vollkommen fremde Welt hineingezogen. Der Hund - der eine Hündin ist - führt ihn zu Menschen, die den Besitzer - der eine Besitzerin ist - kennen, aber nicht verraten können oder wollen, wo sie steckt. Und schon bevor er Tamar - so heisst die mysteriöse Verschwundene - überhaupt gesehen hat, ist Assaf von ihr fasziniert. Der anfängliche Widerwille gegen den Auftrag, verwandelt sich in einen Wettlauf. Er muss dieses Mädchen kennen lernen, auch nachdem er erfahren hat, dass Tamar ihrerseits einen Jungen sucht, den auch ein Geheimnis umweht.

Suna Gürler hat für ihre Inszenierung von TSCHICK ein Mischung aus Erzählen und Spielen entwickelt. Für die Inszenierung des grossartigen Romanes von David Grossman muss sie auf die eindeutige Besetzung der Figuren verzichten. Es wäre regelrecht falsch, wenn sich das Publikum kein eigenes Bild machen kann. Die fünf Spieler_innen werden darum ständig die Rollen wechseln und so die Fantasie des Publikums herausfordern. WOHIN kann also auch als Aufforderung verstanden werden, die allgemeine Fixierung auf Bilder einmal gegen die Begegnung mit Taten - noch dazu vermittelt durch Worte - zu tauschen.

Regie: Suna Gürler
Text: Lucien Haug
 
Premiere: 24.9.2016, 25 Vorstellungen im jungen theater